Kultivierte Kulinarik // Werbung

Ein Bloggertag im Münsterland. Als ich Anfang Februar vom Münsterland Siegel dazu eingeladen wurde an einem kulinarischen Bloggertag im Münsterland teilzunehmen, musste man mich nicht zwei mal bitten. 

Mit diesem Bild ging alles los:



Wenn man Dinge und Orte direkt vor der Haustür hat, würdigt man sie oft viel zu wenig, vermutlich weil sie zum Alltag gehören. So war es im letzten Jahr auch eine Erkenntnis mal mit dem Touri-Bus durch meine Heimatstadt zu fahren, in der ich seit 31 Jahren lebe, um mir die Sehenswürdigkeiten der Stadt erklären zu lassen.
Das wollte ich mit dem Münsterland und den regionalen Lebensmitteln auch erleben. Mich erwartete ein sehr angenehmer und unterhaltsamer Tag mit netten Leuten und schönen Orten.
Mit dabei waren:

Paula Pumpernickel von Münsterland Siegel
Denise Colquhoun, www.fraeulein-ordnung.de
Tanja Farwick, www.foodistas.de
Gabi Frankemölle, www.slowcooker.de
Melanie Klein, www.mimisfoodblog.de
Lisa Nieschlag, www.lizandjewels.de
Michael Nölke, www.salzig-suess-lecker.de
Elke Palenio, www.herzstueck-online.de
Leila Prousch, www.muenstermama.de
Genevieve Wiehe, www.stylingkitchen.de

Da ich einige teilnehmende Blogger schon kannte und diese auch aus Münster sind, bildeten Michael, Leila und ich eine Fahrgemeinschaft. Zusammen kamen wir pünktlich am Hotel „Bei Kliewe im Westfälischen Hof“ von Tom Kliewe in Beckum an. Wir konnten direkt in unsere Zimmer einchecken, die uns den ersten Wow-Effekt bescherten. In meinem Badezimmer war ein Waschbeckentisch, der von einem Eichenpfeiler aus dem 17. Jahrhundert gestützt wurde. Dazu noch Sprüche auf Münsterländer Platt an Wand und Bettwäsche und weitere schöne Details, die das Zimmer sehr hochwertig erscheinen lassen.

Anschließend trafen wir auf der Biergarten-Terrasse des Hotels mit den anderen Bloggern zusammen, die teilweise von weit her kamen, hauptsächlich aber, wie ich, aus der Region stammen. Dort begrüßten uns dann Tom Kliewe, der Inhaber des Hotels, und Heiko Weitenberg vom Landgasthaus Hohen Hagen, das wir später noch besuchten. Sie führten uns bei leckeren Stullen in den Tag ein, und Tom erzählte über die Geschichte des Westfälischen Hofes, den er in der 7. Generation führt. Tom selber ist ein Münsterländer Unikat, der, ganz untypisch für einen Münsterländer, schwer aufhören kann zu reden. Aber er ist dabei sowohl professionell, als auch urkomisch und einfach sehr nett.
Tom hätte uns vermutlich auf dieser Terrasse auch alleine durch den Tag bekommen, da das Programm aber sehr straff war, ging es los zum ersten Programmpunkt:



Das erste Bier in der Brauerei Stiefel Jürgens, der ältesten Brauerei Westfalens Schon im Jahre 1500 wurde an dieser Stelle, jetzt ein Hinterhof der Kneipe Stiefel Jürgens, schon Bier gebraut. Nur während des 30 Jährigem Krieges wurde nicht gebraut.
Der Inhaber Heiner Jürgens persönlich nahm uns im Thekenraum seines Gasthauses in Empfang und führte uns in den Hinterhof zum Braukessel. Die Brauerei hat ein jährliches Brauvolumen von 400 Hektolitern, die hauptsachlich am eigenen Zapfhahn ausgeschenkt werden. Die Hochzeit des Biertrinkens ist in Beckum noch immer der Karneval.
Heiner Jürgens führte uns dann noch die steile Treppe hinab in den Braukeller, in dem wir die weiteren Brauanlagen mit Hefeschaum zu sehen bekamen und auch den typischen Geruch vom Bierbrauen wahrnehmen konnten- sehr urig und faszinierend. Draußen vor dem Gasthaus bekamen wir dann eine Kostprobe des Bieres. Ein Naturtrübes und ein Pils. Es sollte nicht das letzte Bier des Tages bleiben, aber vermutlich das besonderste.



Spargel kaufen auf dem Markt in Beckum
Von da aus waren es nur wenige Schritte bis auf den Beckumer Wochenmarkt. Da wir ja am Abend im Landgasthaus Hohen Hagen mit regionalen Lebensmitteln kochen wollten, mussten wir diese erst besorgen.
Also kauften wir am Stand vom Obst- und Gemüsehandel Nordhues wunderbar frischen Spargel, der uns noch vor Ort geschält wurde. Dabei entstand das sympathische Foto oben.


Gemüse und Käse vom Laakenhof
Dann ging es zurück zum Hotel, an dem wir in den Münsterland e.V. Bulli kletterten und durch die Felder und Wiesen des Beckumer Landes zum Laakenhof fuhren. Der Laakenhof ist eine Kommune, die als GbR den Hof gleichberechtigt bewirtschaftet und zusammen bewohnt. Es gibt biologischen Gemüseanbau, Milchvieh, eine Käserei, Getreideanbau und Legehennen auf insgesamt 33 Hektar. Unter dem Namen „Gemüse bringt’s“ werden Privathaushalte mit Gemüsekisten beliefert. Die Produkte können aber auch im Hofladen oder am Markstand erworben werden.
Leider mussten wir erfahren, dass die Kommune auf diesem Stück Land nicht mehr weitermachen kann, da der Pachtvertrag gekündigt wurde. Ein neuer Hof wurde aber schon gefunden, der dann bezogen werden kann.
Wir bekamen eine kleine Führung über das Gelände, durften in die Käserei blicken, die Kühe besuchen und mündeten am Ende im besagten Hofladen, um uns weitere Produkte für das Abendessen zu besorgen. Wir kauften etwas Gemüse, z.B. Stielmus und eine große Auswahl von Käse.



Unterwegs mit dem Planwagen
Mit gefülltem Warenkorb bestiegen wir dann den Planwagen, gezogen von zwei Kaltblütern von Kaltblut Knoche aus Oelde, der mit regionaler Hopfenkaltschale mit Bügelverschluss beladen war. Lecker!
Wir verließen den Hof und fuhren in gemütlichem Tempo über die Landstraßen in Richtung Beckum. Bald schon änderte sich die Umgebung und wir fuhren durch einen Wald mit dem Rinderhof Knepper als Ziel. Auf dem Wagen war dann einmal richtig Zeit sich mit allen Anwesenden zu unterhalten und etwas zusammen zu trinken und zu lachen. Eine wirklich unterhaltsame Truppe hatte sich zusammengefunden. Da ich den Pferden am nächsten saß, reichten mir viele ihr Handy und ich durfte für viele Instagram Channel die Story übernehmen.
Kleine Anekdote: Beinahe hätten wir Michael verloren, der sich für ein Foto nach hinten rauslehnen wollte und dabei die Klinke der kleine Pforte am Ende der Kutsche öffnete. Er konnte sich aber noch rechtzeitig festhalten und das ganze konnte als witzig abgestempelt werden. Puuuh!



Fleisch einkaufen auf dem Rinderhof Knepper
Mitten in der grünen Landschaft hielten wir dann auf einem Gehöft und wurden freundlich von Familie Knepper empfangen. Direkt am Hof lag die Wiese mit der kleinen Herde aus 8, noch ziemlich jungen Limousin Rindern. Die Rinder leben in der kalten Jahreszeit im Stall am Hof mit Zugang zur Weide und kommen dann im Sommer auf eine andere Weide. Sie ernähren sich ihr komplettes Leben nur von Gras und werden 28-30 Monate alt. Es werden dann ca. 3 Stück im Jahr geschlachtet. Da die Viehhaltung bei den Kneppers als Hobby bzw. Nebenerwerb betrieben wird, ist dies auch in dieser geringen Anzahl möglich. Nach diesen Infos über die Rinder wurden wir noch auf eine Hopfenkaltschale aus Grevenstein im Garten der Familie eingeladen und sind dann wieder auf den Planwagen aufgestiegen, um zum Landgasthaus Hohen Hagen zu fahren.


Kochen im Landgasthaus Hohen Hagen
Irgendwann drehte sich der Kutscher zu mir um und sagte, dass ich mich besser festhalten sollte, da er gleich Schwung nehme müsste, um direkt nach den Kurven den Berg hochzukommen. Ich war der Meinung, dass ich nicht der einzige sein sollte, der das wissen müsste und gab es mal an die ganze Gruppe weiter. Dies stellt sich auch als gute Idee heraus. Auf einmal wurden die Pferde angetrieben, rasten durch eine Rechts- und eine Linkskurve und dann im vollen Galopp den Berg rauf. Reife Leistung!
Oben am Hügel befand sich das Landgasthaus und davor befand sich eine reich gedeckte Kaffee- und Kuchentafel. Schon vor Ort war auch Lisa, die leider nicht den kompletten Tag mitmachen konnte, uns aber kurz besucht hat.
Mit Blick über die Landschaft genossen wir im Halbschatten Stachelbeer-Baiser und anderen Kuchen zusammen mit Kaffee.



Anschließend wurde es aber dann wieder ernst. Zusammen mit allen anderen ging es in die Großküche. Dort lief das ganze normale „A la Carte Geschäft“ und wir wurden mit in die Küche gestellt, in der auch noch mehrere Kisten voll verschiedener Produkte standen- natürlich auch unsere mitgebrachten. Endlich mal wieder Großküche. Bei der Einteilung in die verschiedenen Gänge war für mich sofort klar, dass ich ins Team Hauptspeise gehe. Ich kann weder Salatsoße anrühren, noch mache ich gerne Nachtisch. Da lachten mich Rinderfilet und Rumpsteak mehr an.
Außerdem gab es Rinderleber für den Zwischengang, um die sich aber Michael kümmerte. Zusammen mit Melanie bildeten wir 3 die Gruppe fürs Fleischige.

Die 4 Gänge im Überblick:
- Geräucherte Forelle, Wildsalat mit Erdbeerdressing und Spargel
- Rinderleber mit Stielmus-Kartoffel-Pürree
- Medium gebratenes Roastbeef, Süßkartoffel-Pommes-Nester mit Parmesan und Bärlauchbutter
- Mit Quark gefüllte Pfannkuchen

Es hat so einen Spaß gemacht zu kochen und anschließend gemeinsam bei gutem Wein zu essen, dass ich ganz vergessen habe dabei meine Social Media Kanäle zu füttern. Da muss man sich manchmal entscheiden. Dafür hat Leila das Ganze sehr gut übernommen, sodass alles gut dokumentiert wurde.

 



Zweiter Nachtisch mit der Eislounge
Nach dem selbstgekochten Essen, ging ich kurz eine kleine Runde nach draußen. Als ich wieder reinkam, stand auf einmal ein Eiswagen im Raum. Das überraschte mich etwas und ich hatte leider fast die ganze Geschichte der Eis Lounge verpasst. Habe aber noch erfahren, dass die Eislounge ein integrativer Betrieb aus Reken ist, der die ganzen Eissorten, die zur Auswahl standen, in Handarbeit mit möglichst regionalen Produkten herstellt. Passend zum Tag gab es auch ein Bier-Eis. Eine super Auswahl von Eissorten mit verschiedenen Toppings. Man konnte so kleine Portionen probieren, dass sie noch super reinpassten.



Absacker mit Björn von Sasse
Währenddessen hatte hinter der Theke im Raum schon Björn R., der Kornambassador eine Menge an Flaschen, Gläsern und Zubehör aufgebaut. Auf ihn hatte ich mich schon gefreut, da wir uns schon bei Sasse kennengelernt hatten und Björn ein super Typ ist, der jede Menge interessante Dinge über Drinks erzählt.
Er hatte die neuen Produkte von Sasse dabei, den Nju Korn, der noch 3 Tage vor der Veröffentlichung stand. Dort waren ich und einige anderen erst kommenden Mittwoch zur Release-Party eingeladen.
Außerdem hatte er seinen selber kreierten Kaffee-Gin „Prütt“ dabei. Zum Einstand gab es einen Drink aus geklärter Milch, die mit dem Nju Korn und weiteren Zutaten versetzt war, sodass das Getränk nach Käse-Mandarinen-Kuchen schmeckte. Wahnsinn.
Dann gab es noch eine ausführliche Einführung in die sogenannten „Sours“, die im Mischverhältnis 5-3-2 gemischt werden. 5 Teile Alkohol, 3 Teile Saures, wie Limetten- oder Zitronensaft und 2 Teile Süß, meist Zuckersirup. Anschließend durfte man sich sogar noch selber einen Drink kreieren und einen professionellen Shaker testen.
Leider wurde es dann auch ziemlich spät, sodass Björn nicht so viel Zeit hatte, wie er bestimmt hätte füllen können. Aber es gab für jeden noch eine Flasche Prütt Gin.
Außerdem gab es eine Goodie-Bag mit vielen Münsterländer Produkten, wie Nudeln oder einer Brotback-Mischung.

Dann ging es mit dem Taxi zurück ins Hotel. In der hauseigenen Theke lud uns Chef Tom noch zu ein /zwei letzten Bierchen ein und wir plauderten noch über den Tag. Dann ging es ins Hotelzimmer. Trotz des langes, informativen Tages und nicht zu wenig alkoholischen Spezialitäten ging meine innere Uhr auf 6.22 Uhr. Ich machte mich fertig und ging zum Frühstück, wo der Kaffee erst noch durchlaufen musste.
Nach 2,5 Stunden im Frühtsücksraum hatte ich doch noch alle anderen Blogger getroffen und mit jedem gefrühstückt.

Zufrieden machte sich unsere 3er Gruppe vom Hinweg wieder zurück nach Münster.

Was ein toller Tag. Danke an alle Organisatoren, Sponsoren und Teilnehmer für die angenehme und familiäre Stimmung, alle Infos und Geschenke.

Auf Instagram gibt es unter meinen Story-Highlights auch nochmal alle „Live-Eindrücke“ von dem Tag auch in Videoform. 

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